Klassisches Feng Shui

YangshuoKlassisches Feng Shui und Westliches Feng Shui werden oft miteinander verwechselt, obwohl sie fast nichts miteinander gemein haben.

Klassisches Feng Shui ist die authentische, klassische und traditonelle Wissenschaft des Feng Shui, wie sie seit über tausend Jahren in Asien praktiziert wird, Westliches Feng Shui, auf der anderen Hand, ist eine vereinfachte Version, die den westlichen Vorstellungen von Feng Shui angepasst wurde. Klassisch ausgebildete Feng Shui Meister aus Asien – vor allem aus Taiwan, Hong Kong, Singapur und Malaysia – belächeln diese westlichen Feng Shui Konzepte und verstehen diese lediglich als unfundierte Formen der uralten Wissenschaft.

Oberflächlich betrachtet hat westliches Feng Shui ähnlichkeit mit Klassischem Feng Shui – es macht Gebrauch von den 8 Trigrammen, den 5 Elementen und dem Konzept von Yin und Yang – aber mit seiner simplistischen und naiven Interpretation und Anwendung, ist es in Wirklichkeit eher Interior Design mit asiatischer Note.

Ganz im Gegensatz zum herkömmlichen Glauben, geht es im Klassischen Feng Shui nicht darum, in der Hoffnung auf Geldsegen einen Glücksfrosch auf dem Schreibtisch oder ein Aquarium im “Reichtums-Sektor” des Hauses zu platzieren. Anders als die vereinfachten westlichen Konzepte, die sich Feng Shui nennen, zieht Klassisches Feng Shui den Einfluss der Sterne, ihre Qi-Kapazität und erprobte mathematische Berechnungen und Formeln in seine Evaluation eines Grundstücks mit ein. Das Resultat sind Feng Shui Applikationen, die individuell und auf den Qi-Fluss, der jeden Klienten und sein Heim oder Büro in einer spezifischen Zeitperiode unterschiedlich beeinflusst, massgeschneidert sind.

Der “Spiegel der 8 Lebensziele” ist ein Beispiel für eines der Hilfsmittel, von denen westliche Feng Shui Berater Gebrauch machen. Dieses Hilfsmittel spricht festgelegte Sektoren im Haus Aspekten wie “Karriere”, “Mentoren”, “Heirat” usw. zu – und hat überhaupt nichts mit authentischem Klassischen Feng Shui zu tun. Es ist eine sehr vereinfachte Methode, um die potentiellen Energien in den 8 Richtungen eines Heimes oder Büros zu bestimmen, ohne jedoch die dynamische Natur des Qi-Flusses zu berücksichtigen. Es ist deshalb ein nutzloses Hilfsmittel wenn es darum geht, Wohnungen oder Büroräume zu planen und zu evaluieren – ganz zu Schweigen von grösseren Bauprojekten.

Ein weiterer grosser Unterschied zwischen westlichem und Klassischem Feng Shui ist der Gebrauch eines Luo Pans – d.h. Kompasses. Westliche Feng Shui Berater sind mit dem Gebrauch eines traditionellen chinesischen Kompasses, der oft nur auf Chinesisch beschriftet und zahlreiche verschiedene Feng Shui Formeln umfasst, nicht vertraut. Sie verzichten deshalb oft auf einen Kompass, während der Gebrauch eines traditionellen Kompasses im Klassischen Feng Shui absolute obligatorisch ist, um die Richtungen des Qi-Flusses sowohl in den äusseren, als auch den internen Formen (Berge, Wasser, Strassen, Autobahnen, Eingangstür, Bett, Herd, usw) zu bestimmen.

Klassische Feng Shui Methoden und ihre praktischen Anwendungen basieren auf anspruchsvollen Berechnungen, deren komplexer wissenschaftlicher Hintergrund tief in den Werken klassischer chinesischer Literatur verwurzelt ist. Die im Klassischen Feng Shui benutzten Heilmittel konzentrieren sich hauptsächlich auf die wichtigsten Bereiche eines Hauses – die Eingangstuer, das Schlafzimmer, die Küche und das Arbeitszimmer – und streben danach, diese zu re-orientieren, um vom verfügbaren positiven Qi-Fluss Nutzen zu ziehen. Westliches Feng Shui hingegen, bevorzugt “Objekt Platzierung” und macht Gebrauch von Spiegeln, Kristallen, Farben, usw., Heilmitteln, die im Klassischen Feng Shui verpönt sind.

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